Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Vertrauensvoll und kompetent behandeln

Unser Leistungsspektrum umfasst das maximale Spektrum der Brusterkrankungen, gynäkologischen Erkrankungen sowie der Geburtshilfe. Im besonderen Fokus stehen die onkologisch gynäkologischen Erkrankungen sowie die interdisziplinäre Behandlung der Endometriose, die Diagnostik und Therapie der Brust- und der Beckenbodenerkrankungen Ob operative oder konservative Gynäkologie, ob Vorbeugung von Erkrankungen, deren Behandlung oder die prä- und postnatale Versorgung rund um die Geburt in unserem Babynest – wir sind stets mit höchstem medizinischen Know-how und viel Wärme und Zuwendung immer für Sie da.

Kontakt

Chefarzt Dr. Richard Wojdat
Oberärztin Dr. Claudia Gerlach
Oberarzt Abdelaziz Owidh
Oberärztin Daria Gordienko
Funktionsoberärztin Fairouz Beydoun

Anmeldung und Information allgemein
Sekretariat der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Telefon: 05221 593-1501
Fax: 05221 593-1504

Flyer Dysplasiesprechstunde

Anmeldung und Fragen zur Geburt
Montags bis freitags 8:00 - 16:00 Uhr
Telefon: 05221 593-71530
 

Station 4b (Wochenstation, Kreißsaal)
Telefon: 05221 593-71518

Kreißsaal
Telefon: 05221 593-71530

Daniela Heimbruch
Leitung Kreißsaal/Station 4b/c
Tel. 05221 593-71540

Ulrike Stein 
Leitung Kreißsaal/Station 4b/c
Tel. 05221 593-71517

 

Menschlichkeit und Qualität im Blick

Durch Zertifizierungen der einzelnen Klinikbereiche durch Fachgesellschaften sorgen wir für den aktuell höchsten medizinischen Standard. Als Ausbildungszentrum bieten wir nicht nur ein komplettes operatives Spektrum an, sondern entwickeln auch neue Behandlungen, evaluieren die bestehenden und sorgen für steten wissenschaftlichen Austausch mit unseren universitären Kooperationspartnern.

Das Wichtigste für Sie ist jedoch: Die Lösung Ihrer individuellen Probleme bleiben stets im Blickpunkt des bestens ausgebildeten Personals, in allen Ebenen der Versorgung. 

Das Ziel unserer Klinik ist dabei immer, eine auf die individuellen Bedürfnisse unserer Patienten abgestimmte Prophylaxe, Diagnostik, Beratung und anschließende konservative oder operative Therapie zu finden, und nach genauer Prüfung und Erläuterung durchzuführen.

Zertifiziertes Brustzentrum
Als zertifiziertes Brustzentrum garantieren wir Ihnen gesicherte Qualität bei der Versorgung von Brustkrebs. Lesen Sie hier mehr dazu!
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Babyfreundliche Geburtsklinik

Die Geburt im Mathilden Hospital

Seit Jahrzehnten entscheiden sich viele Frauen dafür, ihr Kind im Mathilden Hospital zur Welt zu bringen. Bereits vor der Geburt bietet unser Team von Ärztinnen und Ärzten, Hebammen und Gesundheits- und KrankenpflegerInnen Ihnen eine optimale Betreuung und Vorbereitung an – in enger Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Frauenärztinnen und -ärzten.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO und UNICEF starteten 1991 das internationale Programm "Babyfreundlich", um durch verbesserte Rahmenbedingungen in Geburtskliniken die Eltern-Kind-Bindung und das Stillen zu fördern. Weltweit gibt es inzwischen rund 20 000 babyfreundliche Krankenhäuser in 150 Ländern. Auch das Mathilden Hospital erfüllt die Vorgaben und wurde damit 2013 als "babyfreundliche Geburtsklinik" zertifiziert.

Die hellen und modernen Kreißsäle bieten genügend Raum um den Wunsch nach einer persönlichen und individuellen Geburt zu erfüllen. Neben Seilen, Entbindungshocker, Bällen und einer Bluetoothanlage verfügt jeder Kreißsaal über viel Bewegungsfreiheit Eine große Geburtswanne lädt zudem zu einem entspannenden Bad vor und während der Geburt ein.

Weitere Informationen, auch zur Geburtsanmeldung, erhalten Sie telefonisch unter 05221 593-71530.

Vor und nach der Geburt

Unser Team bereitet Sie optimal auf Ihre Entbindung und die ersten Monate mit Ihrem Kind vor. Sollte es während der Schwangerschaft Probleme geben, werden Sie von unseren Ärzten, Krankenschwestern und Hebammen einfühlsam und individuell unterstützt.

Im Verlauf des stationären Aufenthaltes führen wir bei Ihrem Kind spezielle Untersuchungen durch: Hörtest, Stoffwechseluntersuchungen und die U2. Auch können Sie nach Verlassen des Krankenhauses verschiedene Angebote in Anspruch nehmen. So bietet das Team unserer Klinik Rückbildungsgymnastik, Still- und Krabbelgruppen, Babyschwimmen und Babymassage an.

Doch auch einige Formalitäten gibt es nach der Geburt zu erledigen. Ist Ihr Kind geboren und Sie haben sich nach der Geburt etwas erholt, ist es notwendig, dass Sie Ihr Kind beim Standesamt anmelden, um die Geburtsurkunde zu beantragen. Hierfür können Sie sich gern an unsere Reception wenden.

Auch Kinder- und Elterngeld können Sie bald nach der Geburt beantragen. Anträge für das Kindergeld erhalten Sie bei den Familienkassen der Bundesagentur für Arbeit. Das Elterngeld hingegen muss schriftlich beantragt werden. Anträge erhalten Sie bei den Gemeindeverwaltungen, Krankenkassen und dem Jugendamt.

Anmeldung zur Geburt

Ab der 30. Schwangerschaftswoche können Sie sich bei uns zur Geburt anmelden. Der Termin zur Anmeldung und zum Informationsgespräch sollte in der Regel zwischen der 32.+0 und 34.+0 Schwangerschaftswoche stattfinden.

In einem gemeinsamen Gespräch mit einer Hebamme werden Fragen rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett mit Ihnen gemeinsam besprochen, so dass wir vorab über Ihre Schwangerschaft und Ihre Wünsche informiert sind. So können wir dazu beitragen, die Geburt Ihres Kindes zu einem positivem Erlebnis zu machen.

Bitte bringen Sie Ihren Mutterpass und die Krankenversichertenkarte mit.

Bei Besonderheiten in der Krankengeschichte bzw. im Schwangerschaftsverlauf erhalten Sie einen gesonderten Termin zum Geburtsplanungsgespräch bei unseren Ärzten, in der Regel zwischen der 34.+0 und 36.+0 Schwangerschaftswoche. Hierfür benötigen Sie eine Überweisung von ihrem betreuenden Frauenarzt.

Den Termin können Sie im Sekretariat unter 05221 593-1501 vereinbaren. 

Ambulante Geburt, Beleggeburt, Kaiserschnitt?

Im Mathilden Hospital haben Sie die Möglichkeit, sich von einer Beleghebamme, die Sie während der Schwangerschaft und im Wochenbett betreut, auch während der Geburt in unserem Kreißsaal begleiten zu lassen. So können Sie alle Vorteile unseres Hauses mit Ihrer eigenen Hebamme genießen. Zudem können Sie auch ambulant entbinden. Unsere Hebammen betreuen Sie kompetent rund um die Geburt. Etwa vier Stunden nach der Geburt können Sie unser Haus wieder verlassen, wenn es Ihnen und Ihrem Kind gut geht.

Und sollte ein Kaiserschnitt notwendig sein, ermöglicht unser eigener Operationsraum schnelles Handeln. Neben einer modernen OP-Ausstattung, steht eine jederzeit einsatzbereite Reanimations- und Versorgungseinheit für Ihr neugeborenes Kind zur Verfügung. Nicht nur die Notfälle, sondern auch die geplanten Kaiserschnitte werden in diesem Operationsraum durchgeführt. Und auch hier können die werdenden Väter dabei sein, wenn sie möchten. Wir bieten ihnen die Möglichkeit, die Geburt mitzuerleben und zu begleiten, das Kind mitzuversorgen und Teil des Geburtsereignisses zu sein.

Was ist "Rooming-in"?

"Rooming-in" bedeutet, dass Mutter und Kind bereits während des Krankenhausaufenthaltes rund um die Uhr zusammen sind. Es fördert die Bindung von Mutter und Kind und hilft Ihnen, die Signale Ihres Kindes frühzeitig zu erkennen. Ihr Baby weint weniger und ist ruhiger, weil es immer Ihre Nähe spürt. Durch das Rooming-in gewöhnen Sie sich schnell an Ihre neuen Aufgaben und werden im Umgang mit Ihrem Baby sicher. So erleichtern wir Ihnen den Übergang vom Krankenhaus in Ihren Alltag zu Hause. Das gesamte Personal unterstützt Sie in allen Belangen und entlastet Sie je nach Möglichkeit, damit Sie sich als Mutter gestärkt auf Ihre neuen Aufgaben einlassen und die Zeit mit Ihrem Kind genießen können.

Unsere Erfahrung zeigt, dass Stillprobleme beim Rooming-in viel seltener sind. Die Atmosphäre zwischen Ihnen und Ihrem Kind ist entspannt, da Sie es immer bei sich haben und sehen, dass es ihm gut geht und es sich wunderbar entwickelt. Von Anfang an legen Sie Ihr Baby häufiger an, da Sie seine Signale viel besser deuten können. Das führt zu einer besseren Milchbildung.

Was ist "Bonding"?

"Bonding" ist die intensive Kontaktaufnahme zwischen Mutter, Vater und Kind auf nackter Haut. Die Haut ist das größte Sinnesorgan des Menschen. Deshalb ist es wichtig, dass das Neugeborene nach der Geburt sofort großflächigen Hautkontakt mit Ihnen bekommt. Das ist der unvergessliche Beginn Ihrer Beziehung. Dieser Kontakt prägt das menschliche Urvertrauen Ihres Kindes, lässt Zuneigung und Liebe wachsen und fördert so die Bindung. Wenn Sie und Ihr Kind dieses erste Zusammensein als angenehm empfinden, sind die Weichen für eine erfolgreiche Stillzeit gestellt. Die weiteren Vorteile für Ihr Kind: Seine Atmung wird durch Ihren Atemrhythmus stabilisiert, seine Herzfrequenz, Körpertemperatur und sein Sauerstoffgehalt werden besser reguliert, es schreit weniger und bei Ihnen werden mehr Milchbildungs- und Ausschüttungshormone produziert.

Wie lange sollte ich stillen?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, bis zum Vollenden des sechsten Monats ausschließlich zu stillen. Erst danach sollte man mit geeigneter Beikost beginnen und bis zum Alter von zwei Jahren und darüber hinaus nach Bedarf weiter stillen. Wie lange Sie stillen, hängt jedoch ganz von Ihren Wünschen und den Bedürfnissen Ihres Kindes ab.

Schnuller und Sauger

Um Stillprobleme zu vermeiden, empfehlen wir Ihnen, in den ersten Wochen auf Beruhigungssauger oder Nahrungssauger zu verzichten. Das Saugverhalten Ihres Babys könnte sonst beeinträchtigt werden.

Ihr Baby befriedigt mit dem Saugen am Schnuller einen Teil seines Saugbedürfnisses und saugt somit weniger an Ihrer Brust. Die Folge kann sein, dass Sie zu wenig Milch produzieren oder die Stillzeichen Ihres Babys übersehen. Dadurch werden die Abstände zwischen den Mahlzeiten zu groß und Ihr Baby gerät in eine Art Fastenzustand. Außerdem saugt Ihr Baby am Schnuller anders – das stört das richtige Saugen an der Brust. Das kann einen optimalen Stillbeginn beeinträchtigen.

Ist Zufüttern zu Beginn notwendig?

Alles was Ihr Kind in den ersten Lebensmonaten für ein gesundes Wachstum braucht, können Sie ihm beim Stillen geben. Eine Zufütterung mit künstlicher Nahrung oder Tee stört den Aufbau der Darmflora, die Milchbildung und möglicherweise das Saugverhalten des Kindes an der Brust. Zugefüttert wird in unserer Klinik nur, wenn es aus medizinischen Gründen notwendig ist.

Positive Wirkung des Stillens auf einen Blick

Für das Kind:

  • Das Baby schmeckt, riecht und fühlt Sie.
  • Muttermilch ist die natürliche, artgerechte Ernährung für Ihr Kind.
  • Das Baby profitiert auch im zweiten Lebensjahr und darüber hinaus davon, zusätzlich gestillt zu werden.
  • Muttermilch ist leicht verdaulich, immer richtig temperiert und jederzeit verfügbar.
  • Sie passt sich optimal den wachsenden Bedürfnissen Ihres Kindes an.
  • Haut- und Körperkontakt beim Stillen fördern die geistige und seelische Entwicklung Ihres Kindes.
  • Stillen senkt das Risiko von SIDS (Sudden Infant Death Syndrom), d. h. dem plötzlichen Kindstod.
  • Stillen unterstützt Ihr Baby bei der Reifung seines Immunsystems und bei der Abwehr von Infektionen: 
  • Gestillte Kinder leiden weniger oft an Allergien, Erkrankungen des Magen-Darmsystems, Mittelohrentzündungen und Harnwegsentzündungen.

Für die Mutter (und die Familie):

  • Muttermilch ist praktisch, da immer vorhanden und kostenlos.
  • Stillen ist nachhaltig und schont Ressourcen.
  • Muttermilch ist immer richtig temperiert – spart also Zeit.
  • Stillen schützt langfristig die Gesundheit der Mutter (senkt das Risiko für Brustkrebs, Diabetes und andere Erkrankungen).
  • Stillen fördert die Bindung zwischen Mutter und Kind.
  • Stillen reduziert Schmerzen und Stress bei Mutter und Kind.
  • Durch Stillen profitiert die ganze Gesellschaft von gesünderen Kindern und später gesünderen Erwachsenen.
Gynäkologische Chirurgie
Unser gynäkologisch-chirurgisches Portfolio richtet sich stets individuell nach dem Stadium der Erkrankung - Chefarzt Dr. Richard Wojdat stellt Ihnen hier unser gesamtes gynäkologisch-operatives Spektrum vor: 
Operative Gynäkologie

Die operative Ausrichtung der Klinik orientiert sich streng am Grundsatz der möglichst sicheren und konsequent Rrssourcenschonenden, patientenorientierten operativen Vorgehensweise.

Minimalinvasivität bietet hierbei den Weg, weitgehend Narbenfrei, direkt und schonend das Körperinnere zu erreichen. Unterstützt durch moderne Visualisierungssysteme HD / 4K erweitern dabei Ärzte Ihre diagnostischen Möglichkeiten. Durch optische Vergrößerung und unterstützt durch robotische Assistenzsysteme, können operative Eingriffe hierbei präziser und deutlich komplikationsärmer durchgeführt werden.

Als ärztliches Ausbildungszentrum für die so genannten MIC-Eingriffe garantieren wir nicht nur den höchsten aktuellen medizinischen Standard, sondern entwickeln auch neue Verfahren und Wege, von welchen Patientinnen in allen Abschnitten der Behandlung profitieren. (Text: Dr. Richard Wojdat)

 

Endometriose

Zyklisch auftretende Schmerzen im Unterbauch, cystische Veränderungen der Ovarien, über Störung der Funktion der Organe im Becken bis hin zu Kinderlosigkeit sind die wichtigsten Symptome dieser komplexen Erkrankung.

So genannte ektope (versprengte) Schleimhaut der Gebärmutter an atypischen Stellen des Körpers führt hierbei zu entzündlichen Veränderungen und sog. Verklebungen, die ausschließlich auf operativen Weg mit Gewissheit diagnostiziert und auch entfernt werden können.

Eingehende Befundanalyse, unterschiedliche, interdisziplinäre Visualisierungs-systeme im Becken (wie Endosonographie / MRT / Cystoskopie), fachübergreifende Zusammenarbeit in der Diagnostik und während des operativen Eingriffes, bilden neben der Minimalinvasivität die Basis für eine erfolgreiche operative Therapie.

Individuelle, interdisziplinäre Empfehlung der operativen Therapie und patientenbezogene Empfehlung für eventuelle medikamentöse Nachbehandlung stellen neben der langfristigen Betreuung gemeinsam mit Ihrer/Ihrem Frauenärztin /Frauenarzt, eine weitere Säule unsrer optimierten zielorientierten Versorgung.

Blutungsstörungen

Menstruationsstörungen können die Häufigkeit und/oder auch die Menge der monatlichen Blutung betreffen. Regelhaft ist eine hormonelle Dysbalance auch medikamentös behandelbar. Erst wenn die Blutungsursache nicht ausreichend so behandelbar ist, oder wenn ihr keine hormonelle, sondern organische Störung zugrunde liegt, werden Sie in unserer Sprechstunde zu Befundevaluation vorgestellt.

Nach der Analyse wird Ihnen eine individuelle, oft operative Lösung, entsprechend des Befundes vorgestellt.

Das Spektrum der Therapie reicht dabei von medikamentösen Lösungen und diagnostischen Gebärmutterspiegelung über organerhaltende Verfahren wie z.B. Endometriumablation, ferner über Resektion von Myomen und Rekonstruktionsverfahren der Gebärmutter, Entfernungen des Gebärmutterkopfes unter Erhalt des Gebärmutterhalses im Beckenboden bis hin zu vollständigen Uterusentfernung.

Hinsichtlich der Komplexität der Störung passen wir die gewählte Methode Ihrem persönlichem Profil und Wünschen an.

Sprechen Sie uns gern. an.

Myome

Die Wand der Gebärmutter besteht überwiegend aus Muskelzellen die, wie alle Muskelzellen des Körpers eine enorme Wachstumsfähigkeit besitzen. Besonders sichtbar In der Schwangerschaft. Lokales Zellwachstum einzelner Zellen und Bereiche der Uteruswand außerhalb der Schwangerschaft führt wiederum oft zu sehr weit verbreitetem Phänomen der Muskelknotenbildung. Myome entsprechen in der Regel gutartigen, oft nicht behandlungspflichtigen und vor allem symptomfreien Befunden, welche sonographisch erkannt und über Jahre im Wachstum und Form überwacht werden können.

Ändert sich die Größe, kommen Symptome wie Blutungen, Schmerzen hinzu, oder stehen sie einer erfolgreichen Schwangerschaft im Wege oder besitzen sie atypische sonographische Merkmale, so sollten diese auch analysiert und eventuell auch behandelt werden.

Glücklicherweise treten nicht gutartige myomähnliche Veränderungen der Uteruswand nur sehr, sehr selten gibt auch myomähnliche Uterusveränderungen, die nicht als gutartig gelten.

Darüberhinaus sollten Sie als Patientin wissen, dass nicht die Entfernung eines Myoms ein operatives Problem darstellt. Diese ist regelhaft gut möglich. Die operative Herausforderung liegt in der anatomisch korrekten und funktionellen Rekonstruktion der Uteruswand. In unserer Klinik werden diese Eingriffe im minimalinvasiven operativen Verfahren erfolgreich durchgeführt. Um die passende Therapie zu wählen, wird nach der ausführlichen präoperativen Analyse des Befundes, die daraus folgende Empfehlung mit Ihnen besprochen und erklärt. Ihre Wünsche werden in allen diagnostischen und therapeutischen Schritten in die Entscheidung mit einbezogen.

Ovarialcysten

Ovarien sind paarig angelegt und stellen Eizellen zu Verfügung und sind an der Synthese von Sexualhormonen beteiligt.

Follikelcystenbildung gehört damit zu Aufgabe der Eierstöcke. Ovarialysten sind per sehr nicht ungewöhnlich. Dennoch sind Cysten ab bestimmter Größe, Form, Ursache, Dauer des Nachweises oder bei Schmerzen oft ein Grund für eine operative Intervention.

Die regelhaft gutartigen Cysten werden bei entsprechender Indikation, organerhaltend im Rahmen einer MIC-Operation ausgeschält und aus dem Körper mittels eines speziellen Beutels ohne Bauchschnitt entfernt.

Sowohl die onkologische Sicherheit als auch der Funktionserhalt stellen dabei die Leitplanken dar zwischen denen sich Ärzte bei diesen Eingriffen bewegen. Sie werden dabei immer individuell zuvor über den Befund und die Empfehlung informiert und in die Entscheidung über die geplante Maßnahme mit einbezogen.

 

Hysterektomie - Entfernung der Gebärmutter

Mehr als andere Organe wird die Gebärmutter mit Emotionen verbunden, was sich seit der Antike in der Geschichte der Medizin in sowohl der lateinischen als auch griechischen Sprache wie „Uterque“ oder „Hysterie“, wiederspiegelt. 

Nur eines der drei Kennzeichen des Lebens, nämlich Wachstum, Stoffwechsel und Vermehrung, wird durch ein Organ repräsentiert. Die Gebärmutter steht für Fruchtbarkeit und jugendliche Adoleszenz. Deren Verlust wird mit dem Ende dieser Lebensphase, gar mit dem wichtigsten Lebensziel gleichgesetzt.

Die Uterusoperationen stellen nicht nur einen zentralen und häufigsten großen Eingriff in der operativen Gynäkologie dar, sondern blicken auf eine lange Tradition und Entwicklung, die bedingt durch die Entwicklung der medizinischen Technik, methodisch einer konstanten Wandlung unterworfen ist. Im Alltag bemerken wir jedoch im Patientengespräch, insbesondere in der reproduktiven oder "gefühlt" reproduktiven Lebensphase, wie sehr die Patientinnen primär emotional und erst sekundär körperlich durch die medizinischen Maßnahmen belastet werden. Hierzu ist eine zielgerichtete, wertschätzende, aber vor allem eine wissenschaftliche evaluierte Beratung vor einem Eingriff an der Gebärmutter aus unserer Sicht unerlässlich.

Der beste Zugangsweg und die Art der Operation werden immer individuell analysiert und mit Ihnen festgelegt.

Vaginale, schmerzreduzierte Verfahren werden häufig angewendet und stellen eine standardisierte operative Methode unseres operativem Spektrums dar.

Ebenso gehören alle Arten der minimalinvasiven laparoskopischen Methoden von Teil- bis vollständigen Entfernung des Uterus zu Standardoperationen in unserer Klinik.

Viele Eingriffe werden in unserem OP mit robotischen Assistenzsystemen und mit modernen 4K Systemen umgesetzt, mit welchen sowohl Video- als auch Bilddokumentation selbstverständlich sind. Sowohl der Ablauf, als auch die operativen Ergebnisse können Ihnen, wie zuvor die präoperativen Befunde auf Wunsch detailliert dargestellt werden.

 

EMICMa - Schule für minimalinvasive endoskopische Therapie

Als operatives Ausbildungszentrum für minimalinvasive operative Verfahren sind wir bemüht alle chirurgischen Maßnahmen auch wissenschaftlich zu erfassen und auch zu evaluieren. Hierdurch leisten Sie direkt einen Beitrag zum Erkenntnisgewinn und helfen die Methoden weiter zu verbessern, zu entwickeln und weitere Innovationen einzuführen.

In den regelmäßig stattfindenden Workshops geben wir Ärzten die Gelegenheit in Vorträgen die Technik und den wissenschaftlichen Hintergrund kennenzulernen. An Übungsmodellen können laparoskopische Aufgaben intensiv eingeübt und außerhalb von Patienten trainiert werden.

Seit 2020 bieten wir den Teilnehmern den Einstieg in die Zukunft der Medizin an. Roboter und Assistenzsysteme gewinnen immer mehr an Bedeutung. So auch in der operativen Medizin. Was in der Flugausbildung, in der Architektur oder Astronautenausbildung selbstverständlich ist, sollte auch in der Medizin gelten und genutzt werden, um die Sicherheit für alle zu gewährleisten. Die Anwendung von Assistenzsystemen und sog. Robotern und OP-Simulatoren mit klaren Ausbildungszielen sind Gegenstand der Ausbildung in unserer Schule. 

Zervixkarzinom/Vaginalkarzinom

Das Zervixkarzinom ist weltweit das zweithäufigste gynäkologische Karzinom der Frau. Am häufigsten entsteht das Karzinom auf dem Boden einer HPV-Infektion.

Die Technik der sog. Wächterlymphknotendarstellung mittels ICG gehört seit 2014 zum operativen Spektrum wie auch ein besonderes operatives Verfahren. Die von uns favorisierte so genannte Tumor -„no touch“ -Technik und ein Verzicht auf die Anwendung von Uterusmanipulatoren bei diesen Eingriffen kennzeichneten unsere Methode. Diese wird stets modifiziert und an den aktuellen Wissensstand angepasst. Jede Patientin erhält diesbezüglich eine eingehende Beratung über Methoden und Zugangswege, insbesondere auch über den abdominalen Zugangsweg.

Neben minimalinvasiven Verfahren, offener Chirurgie stehen unseren Patientinnen, Ärzte der Strahlentherapie, internistische Onkologie und Ärzte der urologischen Klinik im Bielefelder Franziskus Hospital zu Verfügung

 

Endometriumkarzinom

Dieser Tumor entwickelt sich aus der Schleimhaut der Gebärmutter. Erste Symptome sind ungewöhnliche vaginale Blutungen, besonders die nach den Wechseljahren. Durch Operationen können frühe Stadien oft sehr gut behandelt werden. In späteren werden Operationen und Bestrahlung oder auch Chemotherapie oder Kombinationstherapie angewendet. Auch hier wenden wir regelhaft die Sentinel Node Technik (Wächterlymphknoten) an und können laparoskopisch, also ohne den Bauch zu eröffnen die Gebärmutter mit Ihren Bändern und Ovarien sowie den Becken- als auch sog. paraaortalen Lymphknoten entfernen. Als Tracer verwenden wir auch hier das ICG, einen fluoreszierenden Farbstoff.  

Auch die bei Bedarf notwendige Omentektomie führen wir regelhaft laparoskopisch, also in sog Schlüssellochtechnik durch.

Die Aufenthaltsdauer richtet sich nach dem OP-Umfang und beträgt in unserer Klinik dank Minimalinvasivität 4-5 Tage.

 

Vulvakarzinom

Vulvakrebs bzw. das Vulvakarzinom ist eine bösartige Erkrankung der Haut des äußeren weiblichen Genitales. Grundsätzlich können alle Regionen des Schambereichs der Frau betroffen sein.  Obwohl der Tumor sich eher ohne Symptome entwickelt, wird seine Entstehung auf dem Boden chronischer Hauterkrankung der Vulva gefördert. Häufig gehen dem Krebs Vorstufen voraus, welche im Rahmen einer gynäkologischen Untersuchung diagnostiziert und in diesem Stadium vor der Krebsentwicklung behandelt werden.

Je nach Lokalisation werden unterschiedliche operative Lösungen gesucht. Die Vorstufen können mittels kolposkopisch gesteuertem Laser exzidiert werden. Manifester Krebs wird chirurgisch beseitigt und der eventuelle Defekt wird plastisch mit Haut aus der Umgebung situations- und funktionsgerecht gedeckt. Auch hier wenden wir die Wächterlymphknotentechnik mittels ICG an.

Wie bei allen Krebserkrankungen stehen zunächst Umgebungsuntersuchungen an, mit Hilfe welcher die operative Strategie und der OP Umfang und Folgen mit Ihnen individuell festgelegt werden. Bestrahlungen oder auch Chemotherapie sind seltener und eher in den fortgeschrittenen Fällen sehr hilfreich.

Die steigende Zahl der Patientinnen mit dieser Diagnose und die enge Anbindung an unsere Kooperationspartner insb. die Strahlenklinik des Franziskus Hospitals Bielefeld, erlaubt uns auch hier auf umfangreiche Erfahrung zurückgreifen zu können.

 

Seltene Uterustumoren

Uterine Sarkome und Karzinosarkome sind mit 3 % aller Karzinome der Gebärmutter sehr selten. Sie entstehen in der Uterusmuskulatur bzw. im uterinen Bindegewebe.

Die Diagnostik gestaltet sich oft schwierig da sowohl Symptome als auch klare sonographische und anamnestische Kriterien fehlen.

Ein schnell wachsender Uterus in der Postmenopause und Blutungsstörungen bzw. Postmenopausenblutung sind als Verdachtsmomente verwendbar.

In den letzten Jahren entwickelten wir ein Scoring zu Überprüfung aller uterinen Neubildungen wie Myomen und versuchen mit diesem Werkzeug die Trennung einer Hochrisiko- von einer Niedrigrisikogruppe. In der sog. Risikogruppe werden spezifische diagnostische Maßnahmen wir MRT oder operative Lösungen angeboten, um eine versehentliche Tumorzellverschleppung im Körper zu vermeiden. Wir wollen einen Beitrag dazu leisten die seltenen Tumoren bereits präoperativ zu entdecken und den überwiegend in der Niedrigrisikogruppe eingestuften Patientinnen den vollen Umfang der minimalinvasiven operativen Techniken mit hoher onkologischer Sicherheit anzubieten.

 

 

Ovarialkarzinom

Das Ovarialkarzinom wird häufig wegen des Fehlens früher Symptome erst spät diagnostiziert. Oft fällt eine Bauchumfangsvermehrung auf. Diese ist bedingt durch die Ausbreitung des Tumors im Bauchraum und der damit einhergehen- den Flüssigkeitsansammlung. In der Therapie hat daher die radikale operative Therapie einen sehr großen Stellenwert, weil damit eine Grundlage für eine erfolgreiche medikamentöse Therapie / Chemothjerapie gelegt wird.

Die Operation erfolgt immer per Bauchschnitt und wird in unserer Klinik regelhaft in einem interdisziplinären Team vom gynäkologischen Onkologen mit Chirurgen ggf. auch Urologen durchgeführt. Auch die Nachbetreuung am ersten Tag erfolgt interdisziplinär auf der Intensivstation. Mit zunehmender Mobilisierung und Rekonvaleszenz wechseln Sie auf die Station der Frauenklinik und in der Regel nach 7 - 10 Tagen nach Hause. Die anschließende Chemotherapie kann ambulant durchgeführt werden. Alle Patientinnen nach einer Krebstherapie habe Anspruch auf eine Anschlußheilbehandlung AHB. Bereits während des stationären Aufenthaltes Informieren wir Sie. Die Mitarbeiter unseres Sozialdienstes helfen Ihnen mit Beratung und ggf. bei der Antragstellung.

Allen Patientinnen stehen unsere Psychologinnen im Rahmen psychoonkologischer Beratung zu Verfügung.    

Zertifizierte Dysplasieeinheit

2019 wurde die Dysplasiesprechstunde des Mathilden Hospitals von OnkoZert als Dysplasieeinheit zertifiziert.

Als solche stellen wir aufgrund der Patientenzahl, des Behandlunsspektrums, der Therapiemöglichkeiten und der wissenschaftlichen Expertise eines der 34 Dysplasie Einheiten im deutschsprachigen Raum dar. Das Einzugsgebiet unserer Sprechstunde liegt exakt zwischen Münster und Hannover.

Dysplasie bezeichnet in der Frauenheilkunde die Fehlentwicklung von Zellen an der Oberfläche der Haut des weibl. Genitales bedingt durch die Infektion mit dem HPV-Virus. Die Dysplasie betrifft primär den Hals der Gebärmutter, an welchem eventuelle virusbedingte Veränderungen gefunden werden können. Durch deren Behandlung kann dem Gebärmutterhalskrebs noch vor seiner Entstehung vorgebeugt werden.

Analog beschäftigen wir uns mit den Veränderungen der gesamten Oberfläche des Genitales.  Also auch mit der Scheidenhaut, Haut der Vulva und des Anus. Sowohl Dysplasien als auch chronische Erkrankungen wie Condyloma acuminata, Lichen sclerosus, Lichen ruber und weitere Erkrankungen stehen im Mittelpunkt unserer Diagnostik und Therapie.  

Weitere Informationen zum Thema "Dysplasie" eralten Sie unter bei Zervita e.V. 

Publikation über gutartige Muskelknoten
Gutartige Muskelknoten (Myome) gehören zu den häufigsten und symptomträchtigsten Befunden in der Frauenheilkunde. Sie betreffen bis zu 80-90% aller Frauen, wovon ca. 30% zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr klinisch durch Symptome relevant werden. Wegen der geringen Inzidenz 0,2-0,7% von malignen Tumoren des uterinen Stützgewebes, der Befundvielfalt und fehlender sicherer diagnostischer Marker kann in der Regel erst nach Uterusoperationen die Diagnose gestellt werden. Daher kann auch das Ausmaß eines sog. Kollateralschadens durch unbeabsichtigte Ausbreitung von Zellen dieser z.T. sehr malignen mesenchymalen Uterustumore im Bauchraum zum Beispiel in Folge der unternommenen Morcellation innerhalb eines minimalinvasiven Eingriffs nur postoperativ beurteilt werden. Um eine präoperative Beurteilung von Uterustumoren vornehmen zu können, wurde am Mathilden Hospital Herford unter Leitung von Herrn Dr. med. Wojdat erstmalig ein Scoring-Verfahren zur Diagnostik von Uterustumoren zur Identifikation einer Hochrisikogruppe entwickelt und klinisch evaluiert. Die Ergebnisse lesen Sie hier: 
An evaluation of a Myomscore in the preoperative assessment of uterus myomatosus: a new diagnostic standard? The experience at the Mathilden Hospital in Herford, Germany